Lesen warum?

Warum liest man eigentlich?

 

Lesen (von wichtigen Büchern) ist eine europäisch-russisch-amerikanische Manie. Ich glaube nicht, daß in den 3.-Welt-Ländern wirklich gelesen wird. Auch die Schwellenländer  (Türkei, Griechenland, Korea, Mexico, China usw.) lesen kaum was – behaupte ich mal dreist. Daß Afrikaner ernsthaft lesen, hat wohl Raritätenwert. Eher wohl ein paar Südamerikaner.

Was will uns das sagen?

Was bedeutet ‚Lesen‘? – Die Zeitungsleser wollen die täglichen Informationen. Das ist schon mal eine Auswahl unter den Milliarden Nicht-Lesern. Aber Zeitungslesen ist nicht alles. Es gibt auch eine vertiefte Lektüre bzgl. der Realität der Welt mit Hilfe von Büchern.

Was bedeutet also Lesen (hauptsächlich von Büchern)? Man hat Interesse an der möglichen Vielfältigkeit der Welt – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. – Ja, aber was hat man davon? – Tja, das berührt weniger die primitive Gewinnzone  sondern die eigene innere Souveränität der Welt gegenüber. (Dennoch kann einer leider, der dauernd liest und/oder schreibt, diese innere Souveränität verlieren).

Ich denke, Lesen von wichtigen Büchern (und entsprechende zu Schreiben) ist eine unglaubliche, großartige Errungenschaft des europäisch aufgeklärten Geistes spätestens seit dem 17. Und 18. Jhdt. Dies ist keineswegs selbstverständlich – meiner Ansicht nach.