Adorno zum Thema Sexualität

05.04.06

 

Adorno zum Thema Sexualität

 

Ich hätte jetzt nicht gedacht, daß Adorno die Sache mit dem Warenwert („Tauschverhältnis“) ebenfalls schon auf die Sexualität angewandt hatte. Tatsächlich aber kommt er 1946-47 in den Minima Moralia (Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Suhrkamp Verlag Ffm, 1980, ursprünglich 1951. Verfaßt in den USA) konkret darauf zu sprechen.

 

Es ist noch einzufügen, daß Adorno in dieser aphoristischen Schrift vielerlei („dialektische“) Suchbewegungen veranstaltet – doch kann man sich aus diesem dialektischen Wirrwarr ein paar unglaublich gute Highlights herausfischen.

 

1. Teil

 

Es geht zum Thema Sexualität los im Kapitel 107 „Ne cherchez plus mon coeur“ (S. 220 ff.) mit einer etwas fragwürdigen Behauptung, der jedoch vermutlich ein Stück Wahrheit innewohnt. Zur Zeit um 1945, als Autos auch in den USA noch relativ selten waren, beobachtet Adorno folgendes:

 

<Die Qualität eines jeden der ungezählten Autos, die am Sonntagabend nach New York zurückkehren, entspricht genau die Hübschheit des Mädchens, das darin sitzt.>

 

Da damals Autos nur von Männern gefahren wurden, ist der gemeinte Sachverhalt klar: Je reicher ein Mann ist, desto hübscher die Frauen, die ihm zufliegen. Es gibt also lt. Adorno eine (sagen wir mal: tendenzielle) Tauschbeziehung: Reich gegen Hübsch.

 

 

2. Teil

 

Ist diese bisherige Eröffnung etwas lahm, und quält sich Adornos Dialektik bzgl. Liebe durch das Kapitel 108, so kommt es in Kapitel 109 („L’inutile beauté“, S. 224 f.) plötzlich zu einer hochinteressanten Eruption mit der einleitenden These dieses Kapitels:

 

<Frauen von besonderer Schönheit sind zum Unglück verurteilt.> - Oder um diese zu beweisende Behauptung noch mal zu verdeutlichen:

 

Frauen von besonderer Schönheit sind zum Unglück verurteilt

 

Genauer: Sie

<… scheinen wie verfolgt oder besessen vom Drange zur Zerstörung ihrer selbst und aller menschlichen Verhältnisse, in die sie eintreten.>

 

Und tatsächlich führt Adorno ziemlich folgerichtig (geradezu mathematisch, also gar nicht mehr so suchend dialektisch) diese These aus. Es gibt zwei Fälle, in Adornos Bildungsbürger-Sprache formuliert:

 

<Ein Orakel stellt sie vor die Wahl zwischen Verhängnissen.>

 

 

Der erste Fall:

 

<… sie tauschen klug die Schönheit um den Erfolg.>

 

Das Verhängnis dieses ersten Falls ist Adornos Ansicht nach das folgende:

 

<Wie sie nicht mehr lieben können, vergiften sie die Liebe zu ihnen und bleiben mit leeren Händen zurück.>

 

In einer anderen Formulierung, wie sie sich am Ende dieses Kapitels 107 findet:

 

<Eingegliederte Schönheit ward mittlerweile zum kalkulabeln Element des Daseins, bloßer Ersatz fürs nicht existente Leben, ohne darüber im mindesten noch hinauszureichen. Sie hat sich und den anderen ihr Glücksversprechen gebrochen.>

 

Diesen Satz habe ich auch erst nicht verstanden (vor allem deswegen, weil er unvermittelt am Ende des Kapitels auftaucht). Doch bilde ich mir ein, die folgende Interpretation macht ihn verständlich:

 

Adorno geht zusammen mit den üblichen bürgerlichen Vorstellungen davon aus, daß Schönheit der Frau Glücksversprechen ist. Doch wird diese Schönheit (gemäß des ersten Falles) nun in die offizielle Ordnung „als kalkulables Element“ eingegliedert. Somit ist das Glück jener Schönheit in Form der Ehe zum Besitz (im Rahmen dieser offiziellen Ordnung) geworden. Da diese offizielle Ordnung ansonsten ziemlich lebens- und glücksfeindlich ist, soll die Ehe mit dieser schönen Frau als Ersatz dienen „fürs nicht existente Leben“. Da diese schöne Frau (also das Glück) jedoch nicht „im mindesten“ über die offizielle Ordnung „hinausreichen“ kann, wird sie zusammen mit ihrem Glücksversprechen von dieser vereinnahmt – und verschwindet sang und klanglos in ihr – kann also gar nicht als Ersatz dienen. Oder in anderen Worten: die Schönheit kann unter diesen Gegebenheiten nicht das Glückspotential entfalten, das in ihr steckt. Das Glücksversprechen hat sich (sozio-logischerweise) in Luft aufgelöst.

 

 

Nun der zweite Fall:

(siehe dazu auch als Ergänzung weiter unten)

 

 

Wie sieht das Verhängnis hier aus? [Man könnte etwa an Marilyn Monroe denken, um ein Beispiel zu haben].

 

Adorno nimmt für diesen Fall besonders schöne Frauen an, die genügend „Mut und Sicherheit“ bzgl. ihrer Schönheit besitzen,

 

<… so bestätigt von der Neigung aller, daß sie ihren Wert nicht erst sich dartun müssen.>

 

Deswegen können sie sich problemlos auf Bindungen einlassen, auch wenn sie sich zu „pedestren [niedrigen] Bedingungen“ „verpflichten“. Sie

 

<… entäußern in gewissem Sinn sich des Privilegs der unendlichen Möglichkeit, erniedrigen sich zu Menschen.>

 

<Sie nehmen das Glück ernst, das in ihnen sich verheißt, und geizen nicht mit sich …>

 

Auch wenn sie sich nun auf Bindungen einlassen, so gilt dennoch:

 

<… nichts ist definitiv, alles läßt sogleich sich ersetzen.>

 

<Zugleich aber halten sie an dem Kindertraum der Allmacht fest, den ihnen ihr Leben vorgaukelte …“

 

Somit können sie „darin unbürgerlich“ (d.h. nicht den bestehenden Besitz bewahrend) die existente Bindung „wegwerfen“, da morgen schon „ein Besseres dasein kann“.

 

Damit kommt Adorno zur Schlußfolgerung für das Verhängnis des zweiten Falles:

 

<Das ist ihr Typus des destruktiven Charakters.>

 

Oder noch etwas anders  in Bildungsbürger-Sprache ausgedrückt:

 

<Die jedoch, welche dazu [gemeint ist zum Glücksversprechen] steht, nimmt die Aura des Unheils an und wird selber vom Unheil ereilt.>

 

Da kann ich nur sagen: das verdeutlicht mir manches auf allgemeine Weise, was ich vorher nur rein personalisiert gesehen habe! – Allerdings erklärt hier Adorno leider theoretisch nicht, wieso sie selber vom „Unheil ereilt“ wird – wiewohl nach meinem eigenen persönlichen Wissen tatsächlich einiges dafür spricht. Empirisch denke man speziell auch hier an die Monroe nach ihrer Scheidung von Arthur Miller.

 

Adorno wird nun zum Schluß sehr ernst – und setzt hier plötzlich noch ein besonderes Element zur „Dialektik der Aufklärung“ hinzu (ein Element, das übrigens in dem berühmten philosophischen Buch von Horkheimer/Adorno meines Wissens nirgendwo auftaucht) wenn er schreibt:

 

<Die jedoch, welche dazu steht, nimmt die Aura des Unheils an und wird selber vom Unheil ereilt. Darin hat die aufgeklärte Welt den Mythos ganz und gar aufgesogen. Der Neid der Götter hat diese überlebt.>

Oder verständlicher ausgedrückt: Der Neid der Götter (auf die Menschen) hat die Götter überlebt.

 

 

q.e.d. (kann ich da nur sagen, sofern die Empirie keine entscheidenden Einwände bzw. weitere wichtige Fälle in sich birgt).

 

 

3. Teil

 

Im nächsten Kapitel 110 („Constanze“, S. 226 f.) wird das Thema Sexualität weiter fortgeführt.

 

Die bürgerliche Gesellschaft hat es ja mit der Arbeit und dem Willen zu tun, demgegenüber soll jedoch die glückversprechende sexuelle Liebe davon frei sein:

 

<… nur die Liebe soll unwillkürlich sein, reine Unmittelbarkeit des Gefühls. In der Sehnsucht danach, die den Dispens von der Arbeit meint, transzendiert die bürgerliche Idee von Liebe die bürgerliche Gesellschaft.>

 

Jetzt freilich kommt Adorno mit dem dialektischen Silver-Hammer und stellt klar:

 

<Aber indem sie das Wahre unvermittelt im allgemeinen Unwahren aufrichtet, verkehrt sie jenes in dieses.>

 

Diese Unvermitteltheit ist offenbar für Adorno der Stein des Anstoßes. Ich interpretiere: Seiner Ansicht nach gibt es keine an sich seiende Insel des Wahren im Meer des Unwahren. Diese geographische Vorstellung ist für soziologische Tatbestände nicht angemessen.

 

<Soll Liebe in der Gesellschaft eine bessere [Gesellschaft] vorstellen, so vermag sie es nicht als friedliche Enklave, sondern nur im bewußten Widerstand.>

 

Die Unvermitteltheit der Liebe führt dazu, daß die „unreflektierte Spontaneität“ (die „bald diesen bald jenen spontan als attraktiv erscheinen läßt“) das Non plus Ultra ist. Diese „vorgebliche Aufrichtigkeit“ ist jedoch das Einfallstor für die „Roulette der Interessen“ (sprich der Tauschverhältnisse). Folglich setzt sich in der Tat auf diese Weise das Unwahre im Wahren durch.

 

<Jene [Frau] aber, die, unterm Schein der unreflektierten Spontaneität und stolz auf die vorgebliche Aufrichtigkeit, sich ganz und gar dem überläßt, was sie für die Stimme des Herzens hält, und wegläuft, sobald sie jene Stimme nicht mehr zu vernehmen meint, ist in solcher souveränen Unabhängigkeit gerade das Werkzeug der Gesellschaft. Passiv, ohne es zu wissen, registriert sie die Zahlen, die in der Roulette der Interessen je herauskommen.>

 

Jedoch kann hier Adorno dialektischerweise einen erhobenen Zeigefinger einfügen:
 

<Indem sie den Geliebten verrät, verrät sie sich selber.>

 

Leider wird diese Behauptung nicht näher begründet. Aber ich glaube daran. Genauso ist es auch, wenn der Geliebte die Geliebte verrät. Irgendwann wartet die (logische) ‚Rache’ auf ihn. Die Frage ist nur: Wieso?

Ich denke, ein wichtiger Punkt ist, daß er was ‚Besseres’ sucht. Aber was kann es Besseres geben als ein liebendes Wesen zum Glücklichsein? Wenn die Neue noch was Anderes hat, so kann diese auch wiederum nach was Anderem suchen - das kann sich im Prinzip unendlich hochschaukeln und findet kein Ende. Das macht ihn irgendwann unglücklich und zwar dann, wenn er selber in dieser Spirale sein Ende gefunden hat. Das kann natürlich sehr schnell gehen, je mehr er selber nicht zu den reinen Warenfetischisten gehört. – Also das mit dem Selber-Verraten müßte vielleicht schon noch mal genauer geklärt werden!

 

 

Adorno hat nun aber als Kontrast zu jener unvermittelten unreflektierten Spontaneität eine Alternative entwickelt, nämlich den Widerstand gegen jene Spontaneität, die Vermitteltheit. (Ohne diese Begriffsalternative Unvermittelt-Vermittelt wäre übrigens Adornos Dialektik nur die halbe Miete). „Die einmal gefaßte Neigung“ hat sich dieser Spontaneität zu widersetzen, „indem sie ausharrt“ entgegen der „Schwerkraft der Gesellschaft“. (Dieses Ausharren wäre also in diesem Falle die Vermitteltheit). 

 

Interessanterweise weiß Adorno von der Gefahr der „Intrige“, die (archetypischerweise?) von der Gesellschaft in Dienst genommen wird, um jene fest gemeinte Liebes-Beziehung zu zerstören. (Ich denke dabei etwa an Ernest Hemingway: Paris - Ein Fest fürs Leben, 1956, wo Hemingway diese Thematik tatsächlich explizit am Ende des Buches darlegt!)

 

 

Schließlich kommt es in diesem Kapitel 110 („Constanze“) zu einem dialektischen Höhepunkt, in welchem sich zuletzt alles zu überschlagen scheint:

 

<Der Befehl zur Treue, den die Gesellschaft erteilt, ist Mittel zur Unfreiheit, aber nur durch Treue vollbringt Freiheit Insubordination gegen den Befehl der Gesellschaft.>

 

Diese dialektische Paradoxie löst sich logisch schnell auf, wenn man bedenkt, daß es sich offenbar um zwei verschiedene Treuebegriffe handelt. Der erste Treuebegriff ist derjenige innerhalb der offiziellen Ordnung des ‚man-tut-das-nicht’ und der Rolle (am Besten noch, um das öffentlich zu dokumentieren, mit Ehering), der andere Treuebegriff ist einer der freien Entscheidung zweier Menschen jenseits bzw. im Widerstand zur Ordnung der Tauschverhältnisse (hier wäre ein Ehering geradezu fehl am Platze – oder er wäre karnevalesk).

 

 

 

___________________________________________ _____________________

            180px-German_stamp-_Marlene_Dietrich

 

 

13. März 2009

Ergänzung zu dieser Thematik (vor allem zum 2. Fall):

Kürzlich fand ich in dem Forum “gutefrage.net” eine interessante Selbstdarstellung, die jene mehr theoretische Darstellung Adornos noch einmal empirisch beleuchtet. Da schreibt eine junge Frau am 10. März 2009, 17:55 Uhr:

“Warum mache ich das?”

Um dann zur Erläuterung folgendes zu schreiben:

“Hallo Leute..

Ich bin 19 Jahre alt und mit meinem Freund schon über 4 Jahre zusammen. Ich liebe ihn über alles und will auch in Zukunft mit ihm zusammen sein. Nun ist es aber so, dass ich mich ständig zu irgendwelchen Typen hingezogen fühle und manchmal nur schwer nein sagen kann, wenn einer mehr will. Ich habe mich auch schon ein paar mal drauf eingelassen, muss ich gestehen. Ich habe meinem Freund nur von einer Affäre erzählt. Am Anfang dachte ich, dass meine Gefühle verrückt spielten und das einmalig war. Doch lerne ich jemanden kennen, flirte ich mit ihm sonlage, bis er gefühle für mich entwickelt, bzw. ich provoziere es damit. Trotzdem sage ich dann, dass ich nicht mehr will als Freundschaft... Ich weiß, dass ich andere damit verletzte, ich spiel mit den Menschen. Äußerlich bin ich eine ganz liebe und verständnisvolle Person.. Wenn manche wüssten, wie ich eigentlich bin... Ich hasse mich selbst dafür.. Zum Beispiel ist es auch immer so, dass ich nichts dagegen hab, mit jemandem zu kuscheln, wenn ich weiß, dass er es auch will. Es tut mir gut, ich weiß auch nicht. Ich liebe meinen Freund über alles, es ist alles toll zwischen uns.. Doch irgendwas ist nich in Ordnung mit mir. Bitte verurteilt mich nicht dafür, ich weiß selbst nicht, was mit mir los ist. Kein”

(Hier bricht der Text abrupt ab - vermutlich eine Einschränkung dieses Forums, daß nur eine begrenzte Menge Zeichen zu einer Frage erlaubt ist).

 

Auf diese Frage gab es diverse Antworten: Nymphomanin; sexuell verwirrt; Drang zum Kuscheln ist normal, doch doof für den Freund; tob Dich aus, aber beende vorher die Beziehung; riesengroßes Bedürfnis nach Bestätigung; noch nicht richtig reif und erwachsen; du suchst das abenteuer; wohl alles etwas öd und langweilig geworden und da reizt das verbotene, neue und unbekannte; unbewußte Angst vor fester Bindung, du liebst ihn nicht mehr; tob dich erst mal aus.

Darauf kam eine Erwiderung der jungen Frau, die folgendermaßen aussah (10. März 2009, 18:03):

“Danke, daß ich [offenbar Schreibfehler, sie meint ihr] so gelassen reagiert, damit habe ich nicht gerechnet. Es ist richtig, er ist mein erster Freund. Es ist ja nicht so, daß ich immer wieder neue Affären anfange.. Nur ist immer der Drang dazu da. Und wie gesagt, ich flirte ständig mit anderen Typen. Doch wenn sich einer in mich verliebt, dann ist es mir auch nicht recht.. Wahrscheinlich suche ich wirklich nur die Bestätigung.. Im Oktober werde ich in ein neues Bundesland ziehen, wegen meines Studiums. Ich befürchte, dass das die Beziehung zu meinem Freund nicht lange aushalten wird. Ich weiß auch, dass ich noch jung bin und neues ausprobieren sollte.. Vielleicht ist es mal ganz gut, rauszukommen.”

 

 

Meine eigene Antwort auf diese Frage war (12. März 2009, 18:49 Uhr):

“Ich finde das ein ganz normales Verhalten im Sinne von 'üblich'. Wenn eine Frau gelernt hat 'sexy' zu sein, so besteht ihr Glück halt darin, daß die Männer um sie herum schwirrn wie die Motten ums Licht (wie Marlene Dietrich gesungen hat: Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt). Die Sexualreligion ist die eigentliche Religion unserer Zeit in unserer Gesellschaft. Und die Göttinnen sind die Sex-Idole wie beispielsweise die junge Marilyn Monroe. Ob die Sache auf die Dauer nicht ins Unglück führt, ist eine berechtigte Frage (vgl. dazu die Biografie der Monroe). Adorno hat dazu einiges reflektiert in den "Minima Moralia". Daß die Motten bei zu großer Nähe im Licht verbrennen, gehört außerdem offenbar mit zum Spiel.”

 

 

Und zu guter Letzt hier noch der gesamte Liedtext von der Marlene Dietrich. Den Gesang und die Musik dazu kann man außerdem  hier hören:

 

Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt

ein rätselhafter Schimmer
ein ''Je ne sais pas quoi''
liegt in den Augen immer
bei einer schönen Frau
doch wenn sich meine Augen
bei einem vis-a-vis
ganz tief in seine saugen
was sprechen dann sie?

ich bin Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
denn das ist meine Welt
und sonst gar nichts!
das ist, was soll ich machen, meine Natur:
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!

Männer umschwirr'n mich wie Motten um das Licht
und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich nichts!

ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!

was bebt in meinen Händen
in ihrem heißen Druck?
sie möchten sich verschwenden
sie haben nie genug.
ihr werdet mir verzeihen,
ihr müßt' es halt versteh'n
es lockt mich stets von neuem
ich find' es so schön!

ich bin Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
denn das ist meine Welt
und sonst gar nichts!
das ist, was soll ich machen, meine Natur:
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!

Männer umschwirr'n mich wie Motten um das Licht
und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich nichts!

ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
ich kann halt lieben nur
und sonst gar nichts!